Begriffe rund um die Erste Hilfe


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A

AED

Es wird immer wieder von AEDs geredet - Aber wofür ist der da? Ist das wirklich so ein "Wundergerät"?

AED Logo

Das genormte Pictogramm zeigt an, wo ein AED ist

Ein AED, oder automatisierter externer Defibrillator (vielfach auch automatischer externer Defibrillator genannt), ist ein Medizinprodukt. Dieses misst mit Hilfe von Elektroden den Stromfluss im Herzen. Liegt im Rahmen eines Herzstillstands eine bestimmte Herzrhythmusstörungen ("Kammerflimmern") vor, d.h. ein feines Zittern des Herzmuskels, gibt der Defibrillator einen Stromstoss frei. Dieser soll dazu führen, dass sich der Herzmuskel einmal komplett zusammenzieht und dann den "normalen" Rhythmus übernimmt. Kann das Gerät keine elektrische Restaktivität feststellen, wird der Schock nicht freigegeben.

Die Chance, dass eine Reanimation erfolgreich verläuft, sinkt pro Minute durchschnittlich um 10%, wenn keine Massnahmen ergriffen werden. Je früher der AED eingesetzt wird, desto höher sind die Überlebensschancen für den Patienten. Im Optimalfall sind bei einer Defibrillation innerhalb von 3 - 5 Minuten nach dem Kreisslaufstillstand Überlebensraten von 50 - 60% (Langzeitüberleben) möglich (siehe auch Guidelines 2015 des GRC).

Die Herzdruckmassage wird von dem Gerät nicht übernommen. Der AED dient bei der Reanimation lediglich als Unterstützung durch entsprechende Rückmeldung zur Qualität der Herzdruckmassage, zur Analyse des Herzrhythmus und ggf. zur Schockabgabe (Defibrillation).

AED Plus

AED 3











































Entry link: AED

AHA

Die American Heart Association mit Sitz in Dallas ist eine amerikanische Non-Profit-Organisation, die sich mit der Prävention und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen beschäftigt. Sie ist Mitglied der ILCOR und publiziert auch Empfehlungen zur Reanimation, sowie weiterer Krankheitsbilder. Des weiteren bietet die AHA standardisierte Kurskonzepte für Laien und Profis an.

Mehr Informationen: https://www.heart.org

Entry link: AHA

B

Beatmung

Künstliche Lungenbelüftung (Ventilation). „Sie erfolgt als positive Druckbeatmung unter Anwendung manueller oder automatischer Beatmungsgeräte, mit deren Hilfe intermittierend der Lungeninnendruck erhöht wird.“

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: Beatmung

Beatmungsgerät

„Oberbegriff für Geräte zur kontrollierten oder assistierten Beatmung von (Notfall-)Patienten.“
Man kann grundsätzlich zwischen Notfall-, Transport- und Intensivbeatmungsgeräten unterscheiden.
Der Unterschied besteht vor allem in den möglichen Beatmungsformen und Einstell- und Überwachungsmöglichkeiten. Mittlerweile gibt es auch für Intensivtransport geeignete Beatmungsgeräte, die Beatmungs- und Einstellmöglichkeiten eines Intensivbeatmungsgerätes bei gleichzeitig verhältnismässig geringem Gewicht und Volumen bieten.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Tags:
Entry link: Beatmungsgerät

BLS

Basic Life Support. (Einfache) Basismassnahmen, um das Überleben des Patienten zu sichern, wie z.B. die Basisreanimation.

Entry link: BLS

C

Corona

Das neue Coronavirus, genannt «SARS-CoV-2», gehört zur selben Virusfamilie wie  bereits seit Jahren oder Jahrzehnten beim Menschen bekannte Coronaviren. Diese lösen seit jeher meist im Winterhalbjahr Schnupfen und eher milde Erkältungen aus. Zu dieser Gruppe gehören auch das SARS- und das MERS-Virus. SARS und MERS sind schwere akute Atemwegserkrankungen mit einer hohen Sterblichkeitsrate von rund 10 beziehungsweise 35 Prozent. Zum Vergleich: Die Sterblichkeit beim neuen Coronavirus in der Schweiz liegt aktuell bei unter 3 Prozent.

Die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, haben leichte bis mittelschwere Symptome und werden wieder gesund, ohne dass sie eine besondere ärztliche Behandlung benötigen.

Coronaviren sind behüllte RNS-Viren (RNS = Ribonukleinsäure). Das heisst: Sie haben einen Fettfilm, der sich durch Seife und Wasser oder durch Desinfektionsmittel auflösen lässt. Dadurch werden die Viren inaktiviert.

Der örtliche Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China ist wahrscheinlich ein Markt in Wuhan. Dort wurden nebst Fisch auch Fledermäuse, Schlangen und weitere Wildtiere gehandelt. Das Virus wurde von Tieren, wahrscheinlich von Fledermäusen oder indirekt via Schuppentiere, auf den Menschen übertragen. Seitdem wird das Virus von Mensch zu Mensch übertragen.

Die WHO hat am 11. Februar 2020 der Krankheit, die durch das neue Coronavirus verursacht wird, den Namen COVID-19 gegeben – kurz für «coronavirus disease 2019» oder auf Deutsch Coronavirus-Krankheit 2019.


Medical Services Weimann bietet gratis eine kurze Online-Lektion zum Thema Corona an: https://www.ms-w.net/aus-und-fortbildung/e-learning/
Entry link: Corona

D

Defibrillation

Defibrillator PictogrammBei der Defibrillation wird mittels eines Stromimpulses eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung behoben

Die Kontraktion des Herzmuskels wird normalerweise durch die Depolarisation der Muskelfasern ausgelöst, während die Repolarisation ein rein elektrisches Phänomen ist, bei dem der ursprüngliche Ladungszustand wieder hergestellt wird. Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen arbeiten die einzelnen Herzmuskelzellen nicht mehr koordiniert, so dass die Versorgung des Körpers mit Blut nicht mehr gewährleistet ist. Das Herz ist zwar aktiv, es resultiert jedoch keine geordnete Pumpfunktion aus der Aktivität. Klinisch zeigen sich die Zeichen des Kreislaufstillstandes.

Entry link: Defibrillation

Dipl. Rettungssanitäter HF

Offizieller Berufstitel für das in der Schweiz präklinisch tätige Fachpersonal. Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Gesundheitsberufe 1998 - 2002 vom SRK (Schweizerisches Rotes Kreuz) an des BBT (Bundesamt für Bildung und Technologie) änderte sich auch die offizielle Berufsbezeichnung von Dipl. Rettungssanitäter SRK zu Dipl. Rettungssanitäter HF. Nach den Vorgaben für die Anerkennung eines Rettungsdienstes nach IVR ist mindestens ein Dipl. Rettungssanitäter HF auf jedem Rettungswagen (RTW) vorgeschrieben.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: Dipl. Rettungssanitäter HF

E

E-Learning

Mit E-Learning werden alle Formen von Lernen verstanden, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation oder die Verteilung von Lernmaterialien und, bzw. oder zur Unterstützung der zwischenmenschlichen Kommunikation zum Einsatz kommen. Beim Blended Learning werden die Vorteile des E-Learnings mit denen des Präsenzunterrichts kombiniert.

Entry link: E-Learning

EKG

Elektrokardiogramm. Ableitung und bildliche Darstellung der elektrischen Herzaktivität in Form einer Kurve. Im Rettungsdienst wird in der Regel ein kombiniertes Gerät mit EKG, Defibrillator, Schrittmacher und weiteren Diagnostik-Modulen verwendet.

EKG

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: EKG

ERC

Der European Resuscitation Council ist die Europäische Reanimations-Organisation mit ähnlichen Aufgaben wie die AHA. Der ERC ist auch Mitglied der ILCOR und bietet standardisierte Kurskonzepte vorwiegend für Profis an.

Mehr Informationen: https://www.erc.edu/

Entry link: ERC

F

FAST-Schema

Das FAST-Schema ist ein einfaches Schema zur Erkennung eines Schlaganfalls. Wenn eines der ersten drei Symptome vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, dass die Person einen Schlaganfall hat:

Face: 

  • Bitte die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herunter, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.

Arms:

  • Bitte die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, ein Arm sinkt oder dreht sich.

Speech:

  • Lasse die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.

Time:

  • Wähle unverzüglich die 144 und schildere die Symptome.

Quelle: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/schlaganfall-erkennen/fast-test

Tags:
Entry link: FAST-Schema

First Responder

"First Responder («Erstantwortende») sind geschulte Ersthelfende, die bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand von der Notrufzentrale 144 aufgeboten werden, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken."


Quellen und mehr Infos:

https://www.swissheart.ch/de/praevention/verhalten-im-notfall/first-responder.html

https://www.youtube.com/watch?v=haeiJaBKN10&feature=youtu.be

Entry link: First Responder

FP-C

Flight Paramedic - Certified. Höchste Qualifikation für Fachpersonal in der Luftrettung und Intensivtransport (boden- oder luftgebunden). Das Examen auf sehr hohem Niveau wird von einer unabhängigen Organisation (Board for Critical Care Transport Paramedic Certification) abgenommen. Es werden bereits Vorbereitungskurse und Examen in der Schweiz und Deutschland angeboten.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: FP-C

H

Händehygiene

Händehygiene gehört zu den wichtigsten Massnahmen zur Infektionsprävention. Die WHO hat daher 2009 den internationalen Tag der Händehygiene ins Leben gerufen. Das Datum 5.5. symbolisiert dabei die fünf Finger der Hand.

Es gibt fünf wichtige Regeln zum Hände waschen:

1. Hände unter fliessendes Wasser halten
2. Seife nicht vergessen
3. Mindestens 20 - 30 Sekunden lang Seife auf den Händen verreiben
4. Hände gründlich abspülen
5. Hände sorgfältig abtrocknen

Die aktuell gehäufte Anwendung von Handschuhen oder Händedesinfektion ersetzt das richtige Händewaschen nicht!

 

 
Entry link: Händehygiene

Herz-Kreislauf-Stillstand

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand hat das Herz keinerlei Auswurfleistung mehr. Der Patient atmet nicht mehr oder hat lediglich eine Schnappatmung. Der Patient gillt medizinisch als klinisch tot. Es gibt zwei Möglichkeiten bei einem Herz-Kreislaufstillstand: Entweder ein vollständiger Herzstillstand oder ein Kammerflimmern (oder eine Kammertachykardie). Bei einem Kammerflimmern kommt es zu vielen ungleichmässigen Zuckungen des Herzmuskels, der jedoch zu keinem Auswurf des Herzens führt. Die einzige Möglichkeit, diese Zuckungen zu unterbrechen ist die Defibrillation mit einem AED. Wird bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand nicht umgehend eine Reanimation eingeleitet, hat der Patient kaum eine Chance zu überleben.

Quelle: https://www.ms-w.net/shop/zoll-aeds/

Entry link: Herz-Kreislauf-Stillstand

Herzinfarkt

Herzinfarkt, kurz HI, bezeichnet den regionalen Untergang von Herzmuskelgewebe (Myokard) aufgrund einer lokalen Durchblutungsstörung. Ursächlich dabei ist die Verengung des Lumens eines Astes der Herzkranzgefässe.

Ein Herzinfarkt entsteht in der Regel auf Grundlage einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Plaques verengen das Gefäßvolumen. Es kommt durch Gefässschäden zur Gerinnung mit Bildung eines Thrombus, der das Gefäß verlegt und die Durchblutung der abhängigen Gewebebereiche zum Erliegen bringt. Nach einer Zeitspanne von 15-30 Minuten stirbt der betroffene Herzmuskel ab. Abhängig von der Lokalisation und Dauer des Verschlusses kommt es zur typischen Infarktsymptomatik.

Klassische Risikofaktoren für die Entstehung des Herzinfarkts und der Arteriosklerose sind insbesondere Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes sowie falsche Ernährung, erhöhter Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, chronische Entzündungsherde (z.B. Parodontitis) und Stress. Als Mitverursacher vieler Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten zunehmend auch erbliche Faktoren in den Fokus.

Etwa 20% der Infarkte verlaufen symptomfrei (stummer Infarkt). Das Ausmaß und die Qualität der Symptomatik sind interindividuell sehr variabel.

Klassisches Leitsymptom ist der akut auftretende Schmerz in der Brust, unter Umständen ausstrahlend in den linken Arm, Hals, Unterkiefer, Rücken oder Oberbauch. Der Schmerz kann als sehr bedrohlich empfunden werden (Vernichtungsschmerz) und mit Todesangst einhergehen. Er ist nicht atem- oder lageabhängig. Betroffene empfinden Atemnot, sind häufig kaltschweissig und blass. Weiterhin bestehen häufig Schwindel (auch Bewusstlosigkeit) und Übelkeit (u.U. mit Erbrechen).

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Herzinfarkt

Entry link: Herzinfarkt

High Perfomance CPR

Der Begriff "High Performance CPR" oder auch High Quality CPR steht für "qualitativ hochwertige Basismassnahmen" und wird bereits in den 2015er Guidelines von ERC und AHA mit denjenigen Kriterien beschrieben, die im neuen SRC-Algorithmus im oberen transparenten Kästchen aufgeführt sind. Diese sind:

  • Druckpunkt in der Mitte des Brustkorbs
  • Kompressionsfrequenz 100 bis 120 pro min
  • Kompressionstiefe 5 bis 6 cm
  • Komplette Entlastung
  • Minimale Unterbrechung zwischen den Kompressionen

Quelle: https://www.resuscitation.ch/faq-fragen-antworten/#c257

Tags:
Entry link: High Perfomance CPR

I

ILCOR

Das International Liaison Committee on Resuscitation ist ein 1992 gegründeter Verbund von verschiedenen Institutionen und Fachverbänden, die sich wissenschaftlich mit der cardiopulmonalen Reanimation beschäftigen. MItglied sind unter anderem die AHA und der ERC. Die ILCOR publiziert regelmässig (in der Regel alle 5 Jahre) neue Empfehlungen zur Reanimation. Die aktuellsten Empfehlungen sind von 2020.

Mehr Informationen: https://www.ilcor.org/

Entry link: ILCOR

IVR

Interverband für Rettungswesen. Der Dachverband aller Organisationen in der Schweiz, der sich mit der präklinischen Versorgung von Notfallpatienten auseinandersetzt, wurde am 18.01.1962 als Verein gegründet.
„Der IVR hat die folgende Ziele:
-Förderung und Koordination des schweizerischen Rettungswesens zur Sicherstellung des präklinischen Rettungsablaufes
-Unterstützung der Aus-, Weiter- und Fortbildung der im Rettungswesen tätigen Personen
-Förderung der Qualitätssicherung im Rettungswesen
-Unterstützung präventiver Massnahmen, um Notfallsituationen zu vermeiden
-Plattform für die Konsensfindung in allen Fragen des Rettungswesens“
Er hat von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren den Auftrag, Richtlinien für die Qualitätssicherung der Rettungsdienste und den Notruf 144 zu erlassen und Anerkennungsverfahren durchzuführen, sowie Fortbildungskonzepte für das Fachpersonal der Rettungsdienste und der Notrufzentralen zu entwickeln und umzusetzen.
Der Interverband für Rettungswesen wird für diese Dienstleistungen von den Kantonen finanziell unterstützt.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: IVR

M

Monitoring

Überwachung des Patienten. Hier ist vor allem die Überwachung mit Geräten (z.B. EKG und Blutdruck) gemeint. Dabei wird zwischen nichtinvasivem und invasivem Monitoring unterschieden. Die Sensoren für nichtinvasives Monitoring sind von aussen auf den Patienten aufgebracht (z.B. EKG, Blutdruckmanschetten oder Fingerclips). Beim invasiven Monitoring, wie es in der Intensivmedizin eingesetzt wird, werden zusätzlich Katheter in den Patienten eingeführt. Hiermit können z.B. unter anderem der Blutdruck kontinuierlich in der Arterie überwacht oder der Hirndruck gemessen werden.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: Monitoring

N

NAW

Notarztwagen. RTW zusätzlich mit einem Notarzt besetzt. Aufgrund der höheren Flexibilität wird fast ausschliesslich nur noch das Rendez-vous-System eingesetzt.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: NAW

NEF

Notarzteinsatzfahrzeug, in der Schweiz in einigen Kantonen auch Notfalleinsatzfahrzeug. Ein Sonderfahrzeug für den Rettungsdienst für den Notarzt (in einigen Kantonen auch Anästhesiepflegefachpersonal) sowie die medizinisch-technischen Ausstattung.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: NEF

Notarzt

Mit Notarzt ist für die Schweiz der Notarzt SGNOR als Facharzt für präklinische Notfallmedizin gemeint. Die Weiterbildung zum Notarzt SGNOR erfordert 3 Jahre klinische Tätigkeit. Diese gliedern sich wie folgt:
1 Jahr Allgemeine Innere Medizin oder 1 Jahr Kinder- und Jugendmedizin oder 1 Jahr operatives Fachgebiet
1 Jahr Anästhesiologie
3monatige hauptamtliche Tätigkeit (entsprechend 60 Arbeitstagen) auf einer Notfallstation an einem Spital Kat. A oder B (Chirurgie oder Allgemeine Innere Medizin) oder an einem Zentralen Spital (Pädiatrie)
3monatige hauptamtliche Tätigkeit (entsprechend 60 Arbeitstagen) in Intensivmedizin. Anerkannt sind Intensivstationen, deren Leiter im Besitz des Facharzttitels Intensivmedizin sind.
Des weiteren müssen folgende Kurse absolviert werden:
-ein von der SGNOR anerkannter Notarztkurs
-ACLS-AHA (international zertifizierter Kurs zu Herznotfällen)
-PALS-AHA (international zertifizierter Kurs zu Kindernotfällen)
-50 Notarzt-Einsätze bei Patienten mit einer potentiellen Lebensbedrohung unter Supervision geleistet

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: Notarzt

Notfallarzt

Diensthabender Arzt für allgemeine medizinische Notfälle ausserhalb der Öffnungszeiten des Hausarztes, die nicht lebensbedrohlich sind und/oder den Rettungsdienst erfordern.

Ein Notfallarzt ist kein Notarzt, der über den Rettungsdienst angefordert werden kann.

Im Kanton Zürich ist die kantonale Telefonnummer für den Notfallarzt (24h, Ärztefon) die 0800 - 336655. Andere Kantone haben den Notfalldienst regional oder über andere Anbieter geregelt.

Entry link: Notfallarzt

P

Pandemie

Unter einer Pandemie versteht man die länderübergreifende, globale Verbreitung einer Infektionskrankheit. Die Pandemie steht damit im Gegensatz zur örtlich beschränkten Epidemie.

Damit eine Pandemie entstehen kann, sind im wesentlichen drei Bedingungen notwendig:

  • Es taucht ein neuer pathogener Erreger bzw. eine neue Erregervariante auf.
  • Der Erreger infiziert Menschen und ruft bei ihnen eine ernsthafte Erkrankung hervor.
  • Der Erreger breitet sich leicht und nachhaltig unter Menschen aus.
Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Pandemie
Tags:
Entry link: Pandemie

R

Reanimation

Unter Reanimation versteht man die Wiederbelebung eines Patienten nach dem Auftreten eines Kreislaufstillstands bzw. Atemstillstands.

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Reanimation
Entry link: Reanimation

Rendez Vous-System

„Zusammentreffen des Notarztes (i.d.R. mit Notarzteinsatzfahrzeug) und des Rettungsdienstes am Notfallort.“

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: Rendez Vous-System

Rettungsdecke

Bei der Rettungsdecke handelt es sich um eine Folie, die im Rahmen der Ersten-Hilfe eingesetzt wird, um Verletze vor Temperatur und Nässe zu schützen.

Die Rettungsdecke ist nur sehr dünn und transparent, aber gut isolierend und wasserfest. Sie besteht aus reißfesten Material (Polyester-Folie) und ist auf beiden Seiten mit einer Aluminiumschicht überzogen. In der Regel dient die Decke zum Schutz vor Kälte, z.B. zur Verhinderung der Unterkühlung des Verletzten. Dazu wird die silberne Seite, welche Wärmestrahlung reflektiert, als Innenseite verwendet.

Eine Rettungsdecke gehört zum Inhalt eines Verbandskastens.

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Rettungsdecke
Entry link: Rettungsdecke

Rettungsdienst

Der Rettungsdienst hat nach die öffentliche Aufgabe der Gesundheitsfürsorge und Gefahrenabwehr. Er untergliedert sich in Notfallrettung und Krankentransport. Er wird durch die Kantone reglementiert, wobei der IVR Minimalstandards festlegt. Eine Zertifizierung durch den IVR ist in den meisten Kantonen eine Voraussetzung für die Betriebsbewilligung.

Der Rettungsdienst ist schweizweit über die Telefonnummer 144 erreichbar.

Entry link: Rettungsdienst

RTW

Rettungstransportwagen. „Ein Ambulanzfahrzeug, das für den Transport, die intensive Behandlung und Überwachung von Patienten konstruiert und ausgerüstet ist“. Der RTW hat der SN EN 1789 (Typ C Ambulanz) zu entsprechen. Für die Zertifizierung nach IVR, die für eine Betriebsbewilligung im Kanton Zürich zwingend ist, muss vom Rettungsdienst mindestens ein RTW vorgehalten werden.


Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: RTW

S

Schlaganfall

Als Schlaganfall bezeichnet man die Folge einer in der Regel "schlagartig" auftretenden Durchblutungsstörung im Gehirn, die zu einem regionalen Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen (Glukose) und damit zu einem Absterben von Gehirngewebe führt.

Nach Herzerkrankungen und Krebsleiden ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und die häufigste Ursache für Langzeitbehinderung.

Mögliche Ursachen für einen Schlaganfall sind:

  • Hirninfarkt (ischämischer Infarkt): ca. 80-85% der Fälle, Mangeldurchblutung aufgrund von Gefäßverschlüssen.
  • Hirnblutung (intrazerebrale Blutung, hämorrhagischer Infarkt): ca. 10-15%: v.a. bei hohem Blutdruck und Arteriosklerose, nach Riss eines arteriellen Blutgefäßes im Gehirn
 
 
Quelle:
Entry link: Schlaganfall

Schnappatmung

Der Begriff Schnappatmung bezeichnet eine Atemstörung bei sterbenden Patienten, die in Folge mangelnden zentralen Atemantriebes auftritt. Sie ist durch lange Atempausen und kurze "schnappende" Atemzüge gekennzeichnet.

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Schnappatmung

Entry link: Schnappatmung

Schutzmaske

Es werden im deutschsprachigen Raum vor allem folgende Schutzklassen verwendet:

OP-Masken

OP-Masken, chirurgische Masken oder Hygienemasken entsprechen der EN 14683. In der aktuellen Version von 2019 werden 3 Klassen (Typ I, II und IIR) unterschieden.

Typ I Masken sind nicht für medizinisches Fachpersonal in OPs oder in medizinischen Einrichtungen geeignet. Hier müssen Typ II oder IIR eingesetzt werden. Typ IIR ist flüssigkeitsresistent.

FFP

FFP-Schutzmasken (FFP = "filtering face peace") müssen die EN 149 erfüllen. Sie schützen vor allem vor lungengängigem Staub, Rauch und Aerosolen. Sie bieten keinen Schutz vor Dampf oder Gas. Die Klassen unterscheiden sich vor allem durch die Einsatzgebiete und Undichtigkeiten am Gesicht. Unabhängig von der Klasse bieten sie eine Filterung von Partikelgrößen bis zu 0,6 μ.

FFP1

FFP1-Masken bieten Schutz vor ungiftigen Stäuben. Sie filtern mindestens 80% der sich in der Luft befindlichen Partikel. Die maximale Gesamtleckage beträgt 25%.

Im medizinischen Bereich werden diese Masken primär für den Schutz der Patienten eingesetzt oder für infizierte Patienten empfohlen, damit diese nicht noch andere anstecken, z.B. bei einem Transport.

FFP2

FFP2-Masken bieten Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen. Sie müssen mindestens 94% der in der Luft befindlichen Partikel mit einer Grösse von 0,6 μm auffangen. Die Gesamtleckage darf maximal 11% betragen.

Das RKI empfiehlt als Schutzmassnahme für medizinisches Personal im Kontakt mit COVID-19-Patienten mindestens eine FFP2-Maske.

FFP3

FFP3-Masken bieten Schutz vor giftigen und gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen. Sie sind auch indiziert beim Umgang mit krebserregenden oder radioaktiven Stoffen, sowie Krankheitserregern wie Viren, Bakterien und Pilzsporen. FFP3-Masken müssen mindestens 99% der Partikel filtern. Die Gesamtleckage darf maximal 5% betragen. Einige FFP-3-Masken haben zusätzlich ein Ausatemventil, da der Atemwegswiderstand recht hoch sein kann.

Bei ausgeprägtem Kontakt mit Aerosolen bei COVID-19-Patienten (z.B. Intubation, Absaugung, Bronchoskopie) müssen FFP3-Masken getragen werden.

N95 und KN95

N95 ist ein US-Standard und KN95 ein chinesischer Standard für Schutzmasken. Bei beiden müssen mehr als 95% der Partikel aus der Luft gefiltert werden. Sie entsprechen sonst etwa dem Standard einer FFP2-Maske.

In der US-Amerikanischen Norm gibt es noch N99, die 99% der Partikel filten und N100-Masken, die mindestens 99,97% der Partikel filtern. Die chinesische KN100 wäre äquivalent.

Die richtige Anwendung von Schutzmasken

Entscheidend für die Funktion von jeglichen Hygiene- oder Schutzmasken ist die korrekte Anwendung.

Die Masken sollten so gut wie möglich anliegen und Mund und Nase bedecken. Viele OP- und FFP1-Masken haben über der Nase einen Metallbügel zum Anpassen an den Nasenrücken. Es sollten möglichst keine Lücken bestehen.

Die Tragedauer sollte die Vorgaben des Herstellers nicht überschreiten, da sie ansonsten unwirksam werden. Die Masken sollten spätestens gewechselt werden, wenn sie feucht sind. Bei OP-Masken sind dies in der Regel 2h, bei einigen Masken bis 8h. Hygienemasken sollten beim Tragen möglichst nicht berührt und nach dem Gebrauch entsorgt werden.

 

Entry link: Schutzmaske

SGNOR

Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin. Im Internet unter http://www.sgnor.ch.

Entry link: SGNOR

SRC

Swiss Resuscitation Council. Der SRC ist ein Verein mit folgendem Zweck:

  • Die Qualität der Cardio-pulmonalen Reanimation (CPR) zu verbessern und damit mehr Leben zu retten
  • Die Prinzipien der Rettungskette im prähospitalen sowie im hospitalen Bereich zu verbreiten
  • Vereinheitlichung der CPR-Ausbildung (unité de doctrine)
  • Der Kontakt und die Koordination mit den entsprechenden internationalen Organisationen
  • Internationale und Evidenz-basierte CPR Richtlinien beachten
Der SRC legt regelmässig die Standards für die Laienreanimation in der Schweiz fest und gibt Standards für Reanimationskurse vor.
Medical Services Weimann ist seit 01.06.2021 vom SRC zertifiziert worden und bietet folgende Kursformate an:
BLS quick
BLS-AED-SRC-Kompakt
BLS-AED-SRC-Komplett

Weitere Informationen:

https://www.ms-w.net/aus-und-fortbildung/src-zertifizierte-kurse/

https://www.resuscitation.ch/

Entry link: SRC

Star of Life

Der blaue Star of Life („Stern des Lebens“) ist ein weit verbreitetes Symbol, das auf vielen Rettungsfahrzeugen auf der ganzen Welt zu finden ist.Star of Life

Aber was bedeutet er genau? Woher kommt er?

1973 beanstandete das Rote Kreuz in den USA, dass die Ambulanzen mit einem orangefarbenen Kreuz auf einem weiss reflektierendem Hintergrund markiert waren. Aus diesem Grund entwickelte Leo R. Schwartz vom amerikanischen Verkehrsministerium (National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA)), selbst Jude, in Anlehnung an den Davidstern, den Star of Life. Dieser wurde am 1. Februar 1977 registriert und stand 20 Jahre unter Patentschutz. Mit diesem Symbol sollte dem Rettungsfachpersonal, den Fahrzeugen, Markierung von Wegen zu Orten mit Notfallversorgung und der Ausrüstung des Rettungsdienstes ein einheitliches Kennzeichen gegeben werden.

In der USA ist der Star of Life ein Symbol für Qualität in Ausbildung und Ausstattung (mindestens der Norm entsprechend) und darf nur von Personal verwendet werden, dass eine staatlich anerkannte Ausbildung absolviert hat. Gekennzeichnet werden kann mit dem Star of Life auch die Ausrüstung und alles, was mit dem Rettungsdienst in Verbindung steht (z.B. auch Briefpapier, Aufnäher, Anstecknadeln, Bücher). 1993 hat der Verein „Bundesverband für Krankentransport und Sanitätshilfsdienste e.V.“, jetzt Bundesverband eigenständiger Rettungsdienst e.V. (BKS) das bislang in Deutschland nicht geschützte Symbol markenrechtlich schützen lassen, was eine heftige Diskussion zur Folge hatte. In der Schweiz hat die Vereinigung Rettungssanitäter Schweiz seit 2007 die Markenrechte. Die Vereinigung Rettungssanitäter Schweiz hat ein "Manual Corporate Design" und ein Merkblatt herausgebracht, dass die Anwendung und des Design des Star of Life in der Schweiz klar regeln (Link).

Die sechs Balken des Sterns repräsentieren sechs Abläufe im Rettungssystem im Uhrzeigersinn:
1. Erkennen des Notfalls

2. Notfallmeldung

3. Ausrücken zum Einsatz

4. Versorgung vor Ort

5. Betreuung während des Transports

6. Übergabe an eine Einrichtung zur Definitiven Versorgung

Der Aeskulapstab in der Mitte des Star of Life steht für das medizinische, heilende Team.

Aeskulap, Sohn des Apollo, war in der griechischen Mythologie der Gott der Medizin. Er lernte von dem Zentaur Chiron die Kunst des Heilens. Der Stab mit der Schlange, mit dem Aeskulap dargestellt wird, repräsentiert die Zeit, als Aesculap einen Patienten hatte, den er nicht behandeln konnte. Deshalb befragte er eine Schlange um Rat. Die Schlange wickelte sich um den Stab, um mit ihm Kopf an Kopf zu sein. Der Patient überlebte.

Zeus befürchtete, daß Aeskulap alle Menschen unsterblich machen würde, und tötete ihn mit einem Blitzschlag. Homer erwähnt ihn als geschickten und einzigartigen Arzt, der später als Held und Gott verehrt wurde. Die Römer übernahmen den “Aeskulapkult”, der auch im alten Testament erwähnt wird:

Der Herr antwortete Mose: `Mach Dir eine Schlange, und häng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht.´ Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Fahnenstange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben.” (Numeri 21, 8-9).

Seit Oktober 2002 begann das Spital Bülach als erstes von 12 Akutspitälern im Kanton Zürich, Schweiz, damit, die alten Wegweiser mit dem „H“ durch den Star of Life zu ersetzen. Mit der Revision der Strassenverkehrsordnung 2003 wurde diese Sinalisation schweizweit für Spitäler mit Notfallstation eingeführt.

Quelle: https://www.ms-w.net/staroflife/
Entry link: Star of Life

T

Transportsanitäter

Einjährige Ausbildung im Rettungsdienst mit eidgenössischem Diplomabschluss in der Schweiz. Diese soll langfristig die Transporthelfer ersetzen.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: Transportsanitäter

Tubus

Der Begriff Tubus kommt aus dem Lateinischen und bezeichnet grundsätzlich eine Röhre. Im medizinischen Zusammenhang wird damit in der Regel ein Endotrachealtubus, ein in die Luftröhre eingelegter Beatmungsschlauch, gemeint.

Quelle: Weimann, T.: Marktanalyse im Rahmen der Markteintrittsstrategie dargestellt am Beispiel eines bodengebundenen Intensivtransportsystems im Kanton Zürich

Entry link: Tubus

Ü

Überlebenskette

Die Überlebenskette zeigt die wichtigsten Massnahmen, um das Überleben eines Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand zu retten, anhand einer Kette. So wie auch eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied ist, ist auch bei der Überlebenskette jedes einzelne Glied entscheidend.

Dies ist die Überlebenskette mit ihren 4 Gliedern von GRC und SRC zur Reanimation:

Der IVR bezieht in seiner Version der Überlebenskette von 2020 auch die Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen, um eine bestmögliche Überlebenschance zu erreichen ein:

Überlebenskette, Rettungskette


Die 4 (8) Glieder der Überlebenskette sind:

1. Sensibilisierung der Bevölkerung für die Nothilfe.

2. Befähigen von Nothelfern durch Ausbildung.

3. Frühes Erkennen des Problems und früher Notruf.

4. Früher Beginn der Basisreanimation (Herzdruckmassage) mit möglichst wenig Unterbrechungen oder anderer lebensrettender Massnahmen.

5. Einsatz von First Respondern oder anderen organisierten Laienhelfern. Frühe Defibrillation mit einem AED, falls erforderlich.

6. Frühe erweiterte Massnahmen durch einen professionellen Rettungsdienst.

7. Frühe Versorgung in einer spezialisierten Klinik.

8. Messung der Wirksamkeit der Massnahmen.

Das schnelle Handeln und Ineinandergreifen der einzelnen Glieder ist entscheidend für das Überleben des Patienten. Das schliesst eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ein. Jede Minute ohne Massnahmen sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um 10%!

(Bild)Quelle:

Entry link: Überlebenskette

V

Verbandkasten

Häufig ist es so, dass ein Verbandkasten beim gekauften Auto gleich mit dabei ist. Dieser ist dann meistens in Folie eingeschweisst und wird nie geöffnet. In vielen Ländern ist die "Autoapotheke" Pflicht. Diese wird jedoch selten bis nie gebraucht, weshalb sich die Wenigsten Gedanken um den Inhalt oder Ablaufdaten machen. Aber auch im Haushalt macht ein Verbandkasten Sinn, da dort die meisten Unfälle passieren. Mit den kompakten Taschen hat man dann auch gleich alles zur Hand und die Anschaffungskosten sind im Vergleich zum Einzelkauf in der Apotheke erheblich günstiger.

Die "Autoapotheken" oder KFZ-Verbandkästen entsprechen der DIN 13164:2014 und haben folgenden Inhalt:

 2 Feuchttücher zur Hautreinigung

 1 Verbandtuch BR klein 40 x 60cm

 1 Verbandtuch mittel 60 x 80cm

 1 Verbandpäckchen klein 6 x 8cm

 2 Verbandpäckchen mittel 8 x 10cm

 1 Verbandpäckchen gross 12 x 10cm

 2 Fixierbinden 6cm x 4m

 3 Fixierbinden 8cm x 4m

 6 Wundkompressen 10 x 10cm

 1 Heftpflaster 2,5cm x 5m

 14teiliges Pflasterset

 2 Dreiecktücher

 4 Einmalhandschuhe

 1 Rettungsdecke

 1 Erste Hilfe Schere

 1 Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen

Entry link: Verbandkasten

Vitalfunktion

Die drei Vitalfunktionen sind Bewusstsein, Atmung und Kreislauf.

Ist eine der Vitalfunktionen beeinträchtigt, besteht Lebensgefahr für den Patienten und umgehende Hilfeleistung ist notwendig.

Quelle und mehr Informationen: https://www.pschyrembel.de/Vitalfunktionen/K0NUG

Entry link: Vitalfunktion


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